Thursday, 13 September 2012

What a bagger ballet does to your city


Es ist zum ersten Mal Berlin Art Week. Die Stadt brodelt vor lauter Vernissagen und After Vernissage-Dinnern und After After Partys. Gestern Abend bei der Performance von Cyprien Gaillard "What it does to your city" brodelt der Balkon rund um den Schinkel Pavillon. Mehr Besucher als beim ersten Rolling Stones Konzert drängen sich, um herauszufinden was Gaillard sich dieses Mal hat einfallen lassen. Dann geht es los. Der Sound von Xylophonen erklingt, die Leute drehen sich fragend umher. "Sieht jemand einen Indianer auf dem Dach erleuchten? Wo ist die Spur zur Bierpyramide?" Meine Begleitung wirft einen Blick in den Ausstellungsraum, erspäht gesockelte Baggezähne unter Schutzglas und kombiniert scharf: "Runter zur Baustelle!" Und richtig, auf der Baustelle direkt neben dem Schinkel Pavillon pirouettieren bereits die ersten Bagger zu den zarten Klängen. Es wird routiert, Sand aufgeschüttet und gebohrt. Die Dramaturgie beschert dem Publikum nach 15 Minuten noch hübsches bengalisches Feuer, das rosa dampft und ordentlich riecht. Zwischendrin versucht ein Galerieangestellter den Zuschauern zu erklären, dass sie doch bitte die Baustelle verlassen sollen. Doch dann hätte man ja nicht gewusst wie es sich anfühlt, wenn ein Feuer speihender Baggerkopf ganz nah an einem vorbei rauscht. Nach 25 Minuten ist dann alles vorbei und die Party im Schinkel Pavillon geht richtig los. Die After Party ist wohl irgendwo in der Heidestraße heißt es. Baustellen gibt es da nicht, aber egal, die Bagger sind dann eh kein Thema mehr.
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